Der Wal und das Ende der Welt

Hörbuch, gelesen von Johann von Bülow.

Joe, ein cleverer, wenig reflektierter Datenanalyst, landet nackt und bewusstlos am Strand von St. Piran. Zeitgleich sichten die Dorfbewohner einen Wal. Was ist da passiert, und wie hängen die Ereignisse zusammen? Der Anfang macht neugierig, und Johann von Bülow liest so großartig, dass die ohnehin lebendigen Charaktere quasi greifbar werden.

Als der Wal strandet, mobilisiert Joe das komplette Dorf zu seiner Rettung, und als klar wird, dass die von Joes Computerprogramm vorhergesagte weltweite Krise tatsächlich eintritt, trifft er eine noch weitreichendere Entscheidung. Er will St. Piran retten. Was ihn in seinen Entscheidungen antreibt, ist ein Versprechen, dass er einst seiner Mutter auf dem Sterbebett gegeben hat. Worum es sich dabei handelt, wird allerdings erst gegen Ende der Geschichte klar.
Die symbolische Bedeutung des Wals wird mehrfach angedeutet, jedoch bleibt die Interpretation letztlich dem/der LeserIn bzw. HörerIn überlassen.
Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung für alle, die eine wunderbare, hoffnungsvolle und anrührende Geschichte mit liebevoll gestalteten Charakteren hören bzw. lesen mögen. Nur vier von fünf Sternen gibt es vor allem, weil ich den Schluss nicht ganz nachvollziehbar finde – und zum Teil deshalb, weil der Geschichte ein Tick mehr Dramatik und Spannung aus meiner Sicht gut getan hätte.

Autor: Lydia Girndt

Lydia Girndt ist Diplom-Psychologin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Glücksspielforschung und Autorin.

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