Zum Glück ein Buch

„Stellen Sie sich vor, Sie selbst wären das Glück. Würden Sie dann gerne bei sich vorbeikommen?“

Das fragt Eckart von Hirschhausen die Leserinnen und Leser von Glück kommt selten allein* einleitend – gleich nach seinen zwei Vorworten für Optimisten und Pessimisten. Wenn Eckart von Hirschhausen Fakten witzig verpacken darf, ist er in seinem Element wie der Pinguin im Wasser. In diesem Fall beleuchtet er auf seine besonders vergnügliche Art Fakten darüber, was uns glücklich macht und was nicht. Ich habe viel Spaß beim Lesen gehabt und empfehle es meinen Leserinnen und Lesern unbedingt weiter.

Nur: Wie kann ich ein solches Buch angemessen vorstellen? Vielleicht so: Ich füttere Sie nur an, und den Rest – das Lesen, Lachen und ins Leben übertragen – können Sie selbst erledigen.

Wenn das Glück selten allein kommt, womit kommt es dann? Das verrät der Autor in fünf bis sechs Kapiteln. Als Appetithäppchen zitiere ich Ihnen aus jedem dieser Kapitel etwas Eindrückliches …

Kapitel 0: Glück kommt mit Missverständnissen

Kapitel Null? Ja, genau. Hier geht es noch nicht darum, was uns wirklich glücklich macht, sondern um die irrealen Vorstellungen darüber, was uns glücklich machen würde.

Mein Appetithappen für Sie kommt aus dem Abschnitt Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an und lautet:

„Wir sind das, was wir oft denken und tun! Ich sage es deshalb, weil wir uns meistens für jemand ganz anderes halten. Warum können so viele Menschen über Stunden praktisch regungslos auf dem Sofa hocken? Die Antwort: weil sie es geübt haben! Oft. Viele Abende lang. Unter Verzicht auf viele andere Dinge, die sie jetzt nicht mehr so gut können wie Sofahocken. Aber das läuft super.“
(E. von Hirschhausen, Glück kommt selten allein*, S. 64)

Und ich dachte immer, ich sei ein Naturtalent im Sofahocken!

Kapitel 1: Glück kommt mit anderen

Das ist etwas, was auch die persönlichen Geschichten meiner Protagonisten in 827 Jahre Lebenskunst* mir deutlich gezeigt haben. Das Beisammensein mit anderen macht glücklich – bis auf einige Ausnahmen.

Im Abschnitt Rote Kringel und Bekanntenkreise drückt der Autor das so aus:

„Es gibt Naturtalente, die verbreiten gute Laune, egal wo sie hinkommen. Und es gibt andere Naturtalente, die verbreiten gute Laune, egal wo sie weggehen.“
(E. von Hirschhausen, Glück kommt selten allein*, S. 127)

Kapitel 2: Glück kommt mit dem Zufall

Haben Sie schon einmal jemanden getroffen, der abergläubisch ist? Bestimmt. Sind Sie es selbst? Bestimmt nicht. Oder? Die Zusammenhänge, die wir uns in unserem Kopf zusammendichten, halten wir selbst schließlich für real.

Von dem, was wir erleben, ist mehr Zufall als wir denken. Eckart von Hirschhausen fragt zur Veranschaulichung, ob uns schon einmal eine Taube mit ihrem Darminhalt getroffen habe und erklärt etwas später:

„Wir unterstellen der Taube und der ganzen Welt eine böse Absicht. Dabei ist weder die Taube noch die Welt grundsätzlich gut – oder bösartig. Der Darminhalt der Taube und die Wahrscheinlichkeit, dass dieser uns trifft, folgen einfach dem natürlichen Lauf der Dinge. Tauben haben ein Spatzenhirn und zielen nicht beim Entleeren.“
(E. von Hirschhausen, Glück kommt selten allein*, S. 140)

Das mit dem Zufall könnte eine traurige Erkenntnis sein, wenn man dem glücklichen Zufall nicht auf die Sprünge helfen könnte. Deshalb gibt der Autor kurz darauf Glückstipps für den Umgang mit dem Zufall, aber die verrate ich hier nicht.

Kapitel 3: Glück kommt mit dem Genuss

Genuss? Dafür haben wir doch gar keine Zeit. Schließlich müssen wir uns auf das konzentrieren, was wir zukünftig erreichen wollen, und dieses zukünftige Etwas macht uns dann hoffentlich glücklich. Echt? Natürlich nicht. Hier mein Appetithappen aus dem dritten Kapitel:

„Jeder Tag besteht aus genug Plankton, um satt und glücklich zu werden. Vielen kleinen Momenten, die wir nicht besonders beachtenswert finden, weil wir auf das große Glück warten, das wir verpassen könnten, wenn wir uns mit dem kleinen bereits zufriedengeben.“
(E. von Hirschhausen, Glück kommt selten allein*, S. 229)

Übrigens lässt sich der Genuss mit Achtsamkeitsmeditation trainieren, wie ich es im MBSR-Training feststellen durfte*.

Kapitel 4: Glück kommt mit dem Tun

Im ersten Abschnitt dieses Kapitels, Alles im Fluss, direkt neben einem Bild urinierender Männer, die wir dankenswerterweise nur von hinten sehen, schreibt Eckart von Hirschhausen über den Flow. Gemeint ist das selbstvergessene Aufgehen in einer Tätigkeit, bei der man gar nicht merkt, wie glücklich man ist, weil man nicht darüber nachdenkt.

Worüber ich in dem Zusammenhang auch noch nicht nachgedacht hatte:

„Es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen ehrgeizig und zielgerichtet. Dem Ehrgeizigen geht es darum, über andere zu siegen, dem Zielgerichteten reicht es, wenn er seinen eigenen inneren Schweinehund besiegt und sein Bestes gibt. Der Ehrgeizige will besser sein als andere. Der Zielgerichtete will sein Bestes für sich und andere […]“
(E. von Hirschhausen, Glück kommt selten allein*, S. 251)

Kapitel 5: Glück kommt vom Lassen

Was denn jetzt – vom Tun oder vom Lassen? Die Kunst ist, das Richtige zu tun und das Falsche zu lassen, zum Beispiel das Selbstzerstörerische. Mir gefällt der Abschnitt Mach dich nicht fertig besonders gut. Herrlich prägnant erklärt uns der Autor, dass und warum wir uns oft für ungenügend halten, auch wenn wir es nicht laut sagen.

Weil ich es so gut finde, komme ich hier mit nur einem Zitat nicht aus …

„Wir neigen dazu, uns Dinge von innen an den Kopf zu werfen, die wir niemandem von außen durchgehen lassen würden.“
(E. von Hirschhausen, Glück kommt selten allein*, S. 308)

Und warum machen wir so etwas?

„Wir halten uns vor allem deshalb für schlechter als die anderen, weil wir von uns selbst mehr wissen als von den anderen!“
(E. von Hirschhausen, Glück kommt selten allein*, S. 308)

Von uns selbst bekommen wir alles Blödsinnige, Unanständige und Unsichere mit, was in uns vorgeht. Von den anderen nicht – und das ist gut so. Aber es ist auch gut, zu wissen, dass es in denen nicht besser aussieht.

Wenn wir akzeptieren, dass wir mit unseren Macken und Ängsten normal sind, können wir uns viele Selbstvorwürfe sparen und dankbar sein, dass wir von den anderen nicht auch noch den ganzen Müll mitbekommen.

Fazit

Selber lesen macht noch glücklicher!


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Pulse of Europe – Aktiv werden statt zuzusehen

Nur noch zwei Tage bis zum Jubiläum! Am 25.3.2017 ist es 60 Jahre her, dass Belgien, die Niederlande, Luxemburg, die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich und Italien die ‚Römischen Verträge‚ gezeichnet haben.

Hat mich das interessiert? Sehr lange sehr wenig. Für mich war das friedliche Zusammenleben mit den europäischen Nachbarn und die wachsenden Freiheiten nur theoretisch etwas Besonderes. Verneint hätte ich es nicht, wenn ich darüber nachgedacht hätte. Aber Begeisterung? Faszination?

Schritte aus der Ignoranz

Und dann wurden seltsame Stimmen laut, in Deutschland und drumherum. Stimmen, die behaupteten,

  • Solidarität hätten wir nicht nötig,
  • Abschottung sei ein sinnvolles politisches Konzept,
  • die Rückkehr zu Nationalismen sei eine ernst zu nehmende Alternative.

Wie bitte? Hatten die alle keine Omas und Opas mit Kriegserfahrung? Hatten die noch weniger im Geschichtsunterricht mitbekommen als ich? Man müsste was tun, dachte ich, und trat der Europa-Union Deutschland (EUD) bei – einer überparteilichen Bürgerinitiative, die noch älter ist als die Römischen Verträge.

Schnell begriff ich: Die Kritik an der EU ist – zum Teil – sehr berechtigt. Sie muss dringend umgestaltet werden. Die Stimmen, die rückwärtsgewandte Konzepte anpreisen, sammeln die Stimmen derjenigen ein, die frustriert sind und das Vertrauen in Europa verloren haben.

Ich begriff: Der Frieden in Europa, mit dem ich aufgewachsen bin, ist keineswegs selbstverständlich, sondern intensiv erarbeitet, errungen. Und er bedarf weiterer intensiver Arbeit, wenn wir ihn erhalten wollen.

Pulse of Europe – Eine Initiative aus Frankfurt

Es musste doch noch viel mehr Menschen wie mich geben, dachte und sagte ich. Menschen, die lange Zeit angenommen haben, um Europa würden sich schon andere kümmern – andere, die mehr Ahnung und mehr Zeit haben. Menschen, die jetzt etwas tun wollen, wenigstens ihre Stimme erheben wollen, um deutlich zu machen: Wir wollen die Europäische Union! An manchen Stellen anders als bisher und vielleicht haben wir im Detail unterschiedliche Vorstellungen, aber unsere Stimmen bekommen die, die um europafreundliche Lösungen ringen.

Natürlich gibt es diese Menschen und immer mehr schließen sich ihnen an. Nach dem Brexit und den Ergebnissen der Präsidentschaftswahl in den USA hat ein Paar in Frankfurt im November 2016 PulseOfEurope gegründet – im Gegensatz zur EUD eine ganz junge Initiative, aber ebenso überparteilich und voller frischer Dynamik.

Stand heute sind auf der PulseOfEurope-Homepage 65 Städte gelistet, in denen sonntags um 14 Uhr (in Frankreich um 15 Uhr) Menschen für Europa auf die Straße gehen. Sie gehören unterschiedlichen oder gar keinen Parteien und Konfessionen an und haben doch gemeinsame Überzeugungen, die die Frankfurter Initiatoren in 10 Grundaussagen formuliert (und hier ausgeführt) haben:

  1. Europa darf nicht scheitern
  2. Der Frieden steht auf dem Spiel
  3. Wir sind verantwortlich
  4. Aufstehen und wählen gehen
  5. Grundrechte und Rechtsstaatlichkeit sind unantastbar
  6. Die europäischen Grundfreiheiten sind nicht verhandelbar
  7. Reformen sind notwenig
  8. Misstrauen ernst nehmen
  9. Vielfalt und Gemeinsames
    (… sind kein Widerspruch)
  10. Alle können mitmachen – und sollen es auch

Alle wollen mitmachen – Vorbereitungsdynamik in Oldenburg

Schafft auch das verhältnismäßig kleine Oldenburg, eine PulseOfEurope-Veranstaltung auf die Beine zu stellen? Von mehreren Seiten war Peter Meiwald, Vorsitzender der Europäischen Föderalisten Oldenburg e.V., darauf angesprochen worden. Zum (vermeintlich) ersten Vorbereitungstreffen kamen 10 Personen, die nur zum Teil Mitglied im Verein sind, und im Hintergrund standen noch einige parat, die nur den Termin nicht einrichten konnten. ‚Tolles Engagement!‘, dachten wir da schon. Innerhalb kürzester Zeit wollten wir die erste Veranstaltung am 26.3.17 vorbereiten. Dazu gehörte natürlich auch die Anmeldung bei der Stadt. Und welche Information kam von dort zurück? Eine solche Veranstaltung war bereits für den 26.3.17 angemeldet worden. Das Engagement ist noch größer und vielseitiger als wir nach unserem Treffen gedacht hatten. Schnell fanden sich die beiden Gruppen zusammen und wir konnten unkompliziert auf den schon fahrenden Zug aufspringen.

Es ist die Aktion engagierter BürgerInnen in und um Oldenburg, und alle, die die oben gelisteten PulseOfEurope-Statements unterstützen möchten, sind dazu herzlich eingeladen – in Oldenburg und den anderen 64 Städten.  Das heißt: Auch wenn Vereinigungen und Verbände (hoffentlich) ihre Verteiler zur Einladung nutzen, kommen alle als Privatpersonen, als europäische Bürger, die gemeinsam für Europa eintreten möchten. Download Flyer

Was hat das alles mit Lebenskunst zu tun? Ganz klar: Da haben ein paar Frankfurter Personen den Mut gehabt, ihre Überzeugungen auf ihre eigene Art öffentlich zu machen, damit viele Menschen berührt und eine ganze Bewegung losgetreten.


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Wie Europa wieder Spaß machen würde

Europa? Krise!

Was bleibt einem als Lebenskünstler in einer Krise? Die Resignation kann es nicht sein, denn die hat mit Kunst, mit aktiver Gestaltung, nichts zu tun. Der Rückzug auf erwiesenermaßen unsinnige Scheinlösungen wie Nationalismus kann es auch nicht sein, denn dazu muss man die Geschichte und die aktuellen Bedingungen der globalisierten Welt gleichzeitig ausblenden. Ein Lebenskünstler gestaltet aber bewusst. Eine andere Herangehensweise ist es, eine Utopie zu entwerfen.

Bei Wikipedia (abgerufen am 27.1.17) heißt es: „Politische Utopien, wie sie erstmals Thomas Morus entwickelt hat, sind dadurch gekennzeichnet, dass sie die in ihrer Zeit bestehenden sozio-ökonomischen Verhältnisse und Institutionen umfassend kritisieren und aus ihrer Kritik heraus eine fiktive, in sich nachvollziehbare Alternative entwerfen.“ Bei „Utopie“ denke ich schnell an „nicht umsetzbar.“ Treffender ist aber wohl „nicht kurzfristig umsetzbar.“ Das klingt nun wieder sehr nach Lebenskunst!

*

Ulrike Guérot, Politikwissenschaftlerin und Direktorin des European Democracy Lab in Berlin, entwirft in ihrem Buch Warum Europa eine Republik werden muss!: Eine politische Utopie* das Bild eines als Republik geeinten Europas.

Europa: Gründe für die Krise

Im ersten Teil analysiert Guérot, wie und warum Europa in eine tiefe Krise geraten ist. Das entspricht der umfassenden Kritik, die in der Wikipedia-Definition oben erwähnt wird. Im Kern geht es darum, dass die Europäische Union in ihrer Struktur zu verworren und undemokratisch ist, dass es den europäischen Bürgern an politischer Gleichheit fehlt und die nationalen Interessen immer wieder dem Gemeinwohl entgegen stehen. Die gegebenen Machtverhältnisse und Interessenslagen führten dazu, dass insbesondere die ländlichen Regionen und Europas Randregionen abgehängt würden. Und da die Menschen der EU die Lösung nicht mehr zutrauen, gibt es einen Rückfall in Nationalismen – trotz der Erfahrung, dass das in der Vergangenheit immer zu Krieg und Zerstörung  geführt hat, nicht zu Wohlstand und Freiheit. Und trotz des Wissens: Die kleinen Einzelstaaten haben in der globalisierten Welt auch keine Chance. Ein Dilemma.

Europa: Ein Ausweg

Als Ausweg präsentiert Guérot im zweiten Teil* die Euroäische RePublik, deren P sie groß schreibt, um die Bedeutung des Gemeinwohls zu unterstreichen. Eine Republik sei genau das System, das zwischen Nationalismus, Sozialismus und Liberalismus stehe. „Das Bild, das hier vor Augen steht, zeigt lebendige, sich weitgehend selbstregierende europäische Provinzen unter dem gemeinsamen rechtlichen Dach einer Europäischen Republik, animiert und belebt von Bürgern, statt von Nationen“, schreibt sie auf S. 122. Die Autorin führt aus, wie die politische, die territoriale und die wirtschaftliche Neuordnung aussehen könnte.

Im dritten Teil, dem „Nachklapp“ betrachtet Guérot noch die Rolle dreier Gruppen: die Frauen, die Jugend und die Bildungs-Elite.

Europa: Gar nicht so utopisch

Das Buch* lässt sich als Provokation lesen, als Ermutigung und als Drama. Die Dramatik, die es mir vor Augen führt, könnte lähmen, wenn da nicht zugleich die Lösungsansätze wären, die so utopisch gar nicht sind. Ich kann das hier aus zwei Gründen nicht genauer erläutern. Erstens würde die Abhandlung zu lang werden und zweitens müsste ich das Buch noch mindestens zweimal lesen. Das spricht vielleicht nicht für meinen politischen Bildungsstand. Trotzdem: Es ist mir teilweise sprachlich zu intellektuell. Ich halte die Inhalte für sehr spannend, motivierend und diskussionswürdig, nicht nur für Eliten, und hätte mir gewünscht, dass es für ein breiteres Publikum noch angenehmer zu lesen ist.

Davon sollte sich niemand vom Lesen abhalten lassen, sondern sich gerne herausfordern lassen. Ohne manchmal mühsamen Hirneinsatz werden wir die Kurve in Europa vermutlich nicht kriegen. Vieles ist schon angedacht und entworfen. Es lässt sich weder einfach, noch schnell umsetzen und durchsetzen, zeigt aber eine attraktive Möglichkeit auf. Vor allem ist das Buch wohl als Einladung geschrieben und auch so lässt es sich lesen: Eine Einladung, am Aufbau eines gemeinwohlorientierten Europas mitzuarbeiten, statt sich in die Resignation zu flüchten oder in Lösungen, die bekanntermaßen nicht funktionieren. Ob das dann so aussieht, wie die Autorin es vorschlägt? Vielleicht.


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Wie wir durch Zeit für andere Zeit für uns gewinnen

Hilfsbereitschaft, das zeigt sich immer wieder, macht den Helfenden fröhlich. Was uns trotzdem davon abhalten kann, ist dieser schreckliche Zeitmangel. Irgendwann braucht man schließlich auch mal Zeit für sich. Vielleicht für seine ganz eigenen Lebenskunst-Projekte.

Deal: Mehr Kümmern, mehr Lebenszeit

Wie wäre es, wenn wir einfach ein paar Jahre dazu bekommen würden, damit wir genügend Zeit haben? Das scheint, zumindest statistisch, drin zu sein. Wer sich kümmert, lebt länger. Das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung beschreibt die Ergebnisse einer Studie, bei der für andere Engagierte durchschnittlich fünf Jahre länger lebten als nicht für andere Engagierte. Die Forscher vermuteten, dass moderates Engagement wohl das beste sei, denn wenn es wieder in Stress ausarte, könne es kaum lebensverlängernd wirken.

Fünf Jahre mehr für moderates, regelmäßiges Kümmern um andere? Dann bliebe ja doch genug Zeit für mich. Ich hätte mehr Spaß, weil Hilfsbereitschaft glücklich macht, mehr Zeit und würde einen Beitrag leisten. Nicht schlecht, oder? Es kann natürlich sein, dass gerade mein Leben sich irgendwo am statistischen Rand abspielt. Dann lebe ich dadurch vielleicht nur zwei Wochen länger oder auf der anderen Seite vielleicht sogar sechs Jahre. Falls ich nicht zwischendurch überfahren werde, aus dem Fenster falle oder Ähnliches. Es wäre also Quatsch, einen Automatismus abzuleiten. Den gibt es nicht. Trotzdem gibt es diese interessante Tendenz, dass man zu Freude und Nützlichkeit auch noch Zeit bekommt.

Ich fantasiere einmal ganz unwissenschaftlich, was daran gesund sein könnte: Während ich mich kümmere, kann ich weniger grübeln. Das ist für die psychische Gesundheit schon einmal ganz gut. Außerdem muss ich möglicherweise Körper und Köpfchen einsetzen und fördere meine Beweglichkeit. Schließlich ist dieses Nützlichkeitsgefühl so herrlich, dass sicher ein paar fröhliche Hormone durch den Körper geschickt werden und mich emotional fit halten.

Kümmern 2017+

Wie wäre es, wenn wir ab 2017 alle ein bisschen mehr von unseren Stärken, Fähigkeiten und Ressourcen für andere einsetzten? Es dürfte die Kriterien für Lebenskunst erfüllen: Jeder kann seine individuellen Möglichkeiten, seine besondere Art einbringen. Es kann auf Undankbarkeit stoßen und nichts bringen, birgt also ein gewisses Risiko, und es hat hohes Potenzial, andere zu berühren.

Unter meinen Gesprächspartnern für das Buch „827 Jahre Lebenskunst“* waren auffällig viele Kümmerer. Mit 80+ stehen sie Enkeln beratend zur Seite, besuchen kranke Freunde und bringen traurige Bekannte zum Lachen.

Überlegen Sie mit: Wer braucht Sie? Zum Beispiel:

  • Ihre Koch-Künste
  • Ihre Zuhör-Künste
  • Ihre mitreißenden Erzählungen
  • Ihren klugen Rat
  • Ihre Hilfe beim Einkauf
  • Ihr handwerkliches Geschick
  • Ihren Gesang
  • Ihre Geduld
  • Ihre Zeit auf dem Spielplatz
  • Ihre Fachkenntnisse
  • Ihre herzliche Umarmung
  • Ihren Humor
  • Ihre Zuversicht

Vieles, was wir geben können, kostet „nur“ Zeit. Es könnte passieren, dass wir mehr davon zurückbekommen!


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Wie hohe Ansprüche die Laune verderben und Erfolgsaussichten mindern

„Das steht mir zu!“, weiß der Anspruchsvolle ganz genau, und da er voller Ansprüche steckt, steht ihm alles mögliche zu. Selbstverständlich. Ohne Frage, ohne Erklärung.

Zum Beispiel?

  • Liebe
  • eine funktionierende Waschmaschine
  • Zärtlichkeit des Partners
  • Akzeptanz
  • Sicherheit
  • Wohlstand
  • Respekt
  • freundliche Worte der Nachbarn
  • die Aufmerksamkeit des Chefs
  • billiger Konsum
  • ein Computer
  • gute Unterhaltung
  • Ruhe
  • gutes Essen in mindestens ausreichender Menge
  • Gesundheit
  • 25-30 Tage Urlaub
  • ausgezeichneter Service

Was soll daran falsch sein?

Wie hohe Ansprüche die Laune verderben

Gehen wir einmal vom besten Fall aus: Ich glaube, mir steht etwas zu, und ich bekomme es. Zum Beispiel eine funktionierende Waschmaschine. Ich halte eine funktionierende Waschmaschine für eine Selbstverständlichkeit.  Die Folge: Wenn ich sie habe und sie funktioniert, bemerke ich das kaum. Es nervt mich höchstens, dass ich auch noch die Wäsche sortieren und hineinpacken muss. Dann auch noch wieder herausnehmen und womöglich aufhängen – puh!

Auf keinen Fall stehe ich täglich begeistert vor meiner Waschmaschine und freue mich darüber, wie sehr sie mir das Leben erleichtert. Ich käme mir albern vor – und verzichte damit auf einen täglichen Beitrag zur Lebensfreude. Halb so wild.

Schlimmer ist es, wenn die Waschmaschine nicht funktioniert. Ich bin empört! Das kann nicht sein, weil’s nicht sein darf – vor allem nicht bei einem so jungen Gerät. Wutschnaubend rufe ich den Kundenservice an. Als ich endlich einen Mitarbeiter an den Apparat kriege, ist der nicht einmal angemessen betreten, sondern fragt, ob ich die richtigen Knöpfe gedrückt habe. Geht’s noch? Servicewüste! Vielleicht sollte ich einen Shitstorm lostreten.

In dieser Hinsicht ähneln Waschmaschinen grüßenden Nachbarn, aufmerksamen Chefs und liebevollen Partnern: Solange sie ‚funktionieren‘, wie ich es für selbstverständlich halte, fällt es mir nicht weiter auf. Kein Grund zur Dankbarkeit, Freude oder gar Begeisterung. Sie können meine Stimmung nicht heben. Aber wehe, sie erfüllen meine Erwartungen nicht! Dann können sie meine Stimmung ganz schnell trüben und ich bin wahlweise enttäuscht, beleidigt, empört, wütend oder traurig.

Das lässt sich sogar auf die eigene Person beziehen: Wenn ich meinem anspruchsvollen Selbstbild nicht entspreche, muss ich mir entweder geschickt etwas vormachen oder ich mache mir Vorwürfe.

Je mehr hohe Ansprüche wir haben, desto häufiger haben wir den Eindruck, zu kurz zu kommen, übergangen zu werden, benachteiligt zu sein. Das macht keinen Spaß. Es macht griesgrämig, mürrisch und fordernd.

Wie hohe Ansprüche die Erfolgsaussichten trüben

Was ich für selbstverständlich halte, sage ich nicht. Wenn ich nicht sage, was ich will, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass ich es bekomme. Blöd, aber wahr.

Eine Chance besteht noch: Sobald ich das merke, könnte ich meine Bedürfnisse äußern – „Schatz, ich brauche jetzt eine Umarmung!“ Nur leider bin ich dazu zu empört oder beleidigt. Also äußere ich stattdessen einen Vorwurf – „Du merkst auch gar nichts!“ Dass das die Aussichten auf eine Umarmung eher senkt, dürfte klar sein.

Überhaupt: Leute, die dauernd eine Flappe ziehen, beleidigt oder empört sind, meckern, motzen und fordern, nerven auf Dauer. Wer nicht genauso mies drauf ist und sich nicht gerne gemeinsam im vermeintlichen Elend suhlt, geht lieber auf Abstand – und erfüllt die Bedürfnisse nach Nähe, freundlichen Worten und Aufmerksamkeit immer unwilliger.

Wenn andere nicht wissen, was ich brauche und von meiner schlechten Laune und meinen Vorwürfen abgestoßen werden, sinken meine Aussichten. Aber Schuld haben ja die anderen. Die haben einfach keine gute Kinderstube gehabt oder einen schlechten Charakter abbekommen.

Der Segen der Anspruchslosigkeit

Seien Sie ehrlich: Das Waschmaschinen-Beispiel fanden Sie banal, nicht wahr? Ist es nicht. Ich finde den Bericht gerade nicht, den ich als Quelle nutzen wollte, aber wenn sich die Welt in den letzten Jahren nicht extrem geändert hat, gehören wir mit einer funktionierenden Waschmaschine zur privilegierten Minderheit der Weltbevölkerung – und meine Oma ist auch noch mit einem Waschbrett aufgewachsen (, das nichts mit ihrem Bauch zu tun hatte).

Anspruchslosigkeit im hier gemeinten Sinne ebnet den Weg zu mehr Zufriedenheit und Begeisterung. Im Duden steht für „anspruchslos“ „genügsam“ als Synonym. Das Gefühl, genug zu haben und zu bekommen, ist unglaublich erholsam und befriedigend. Ich kann mich über die zärtliche Umarmung meines Partner freuen, weil ich mir klar mache, dass er gerade tausend andere Dinge im Kopf haben könnte und ich nicht mehr überraschend neu für ihn bin.

Wenn etwas funktioniert, was auch funktionieren sollte, mache ich mir trotzdem ab und zu klar, dass viele Leue da ordentlich gearbeitet haben – bei Konstruktion, Herstellung und Transport. Je weniger ich für selbstverständlich halte, desto häufiger kann ich mich freuen und desto weniger regt es mich auf, wenn es oder er nicht ‚funktioniert‘.

Und je weniger ich voraussetze, desto mehr äußere ich meine Bedürfnisse und Erwartungen. Die Wahrscheinlichkeit wächst, dass ich bekomme, was ich möchte, zumal ich so angenehm vorwurfsfrei auftrete.

Die Gefahr der Anspruchslosigkeit

Anspruchslosigkeit hat diese tollen Effekte nur in Partnerschaft mit einem gesunden Selbstwertgefühl. Wenn ich glaube, nichts wert zu sein, dann steht mir gar nichts zu, und die Anspruchslosigkeit endet in Selbstverleugnung. Ich äußere keine Bedürfnisse, kläre keine Erwartungen und trete nicht für meine Rechte ein. Ich habe es ja nicht besser verdient.

„Anspruch“ ist mehrdeutig. Wer damit verbindet, sich selbst und andere auf gesunde Weise herauszufordern und sich dabei die Barmherzigkeit bewahrt, statt sich in einen ständig nörgelnden, vorwurfsvollen Gnom zu wandeln, ist auf gutem Wege. Anspruch kann in Partnerschaft mit Nachsicht viel Freude machen.

 

Ich will Frieden!

Ich will Frieden!

Ich will Frieden, Bruder, Schwester. Drum nervt mich nicht.
Lasst mir mein Spielzeug, meine Legosteine, und ich bau meinen Turm.
Es reicht nicht ganz, gebt mir noch eure. Seid nicht so bockig.
Ich will Frieden.

Ich will Frieden, Kollegen. Drum macht euren Job.
Gebt mir die Zahlen, die ich brauche, und hört zu. Ich tue, was ich kann,
habt doch Geduld. Seid nicht so fordernd.
Ich will Frieden.

Ich will Frieden, Ihr Nachbarn. Drum nehmt doch Rücksicht.
Ich schneid die Hecke, mäh den Rasen, will keinen Kinderlärm und kein Gebell.
Jetzt riecht’s nach Grill. Seid nicht so rücksichtslos.
Ich will nur Frieden.

Ich will Frieden, Ehepartner. Drum lass mir Freiraum.
Lass mir meine Hobbys, meine Freunde. Sei einfach da,
wenn ich dich brauche. Sei nicht so eigensinnig.
Ich will Frieden.

Ich will Frieden, Fremde. Drum passt euch an.
Ich weiß, wie man es richtig macht, was sich gehört, was nicht.
Ihr müsst es nur genauso sehen. Seid nicht so anders.
Ich will Frieden.

827 Jahre Lebenserfahrung

Bereichernde Begegnungen

* (Preisfehler! Hier* richtig!)

Zehn lebensbejahende Menschen erzählen in meinem Buch 827 Jahre Lebenserfahrung* ihre ganz persönliche Geschichte. In ihrem langen Leben haben sie bei Schweinen übernachtet und Häuser gekauft, sich nach Brot gesehnt und Kartoffelpuffer genossen. Sie sind in Bunker geflüchtet und haben Volksfeste besucht, haben Kinder geboren und Ehepartner begraben, Kühe gehütet und Konzerte besucht. Dabei haben sie sich ihre Lebensfreude bis ins hohe Alter erhalten. Ich habe jeden meiner Gesprächspartner gefragt, worauf es im Leben ankommt und was er oder sie jüngeren Menschen empfiehlt.

Stellen Sie sich vor, Sie begegnen jemandem mit 827 Jahren Lebenserfahrung, der gerne lebt und Ihnen verrät, worauf es ankommt. Das gibt es leider nicht. Deshalb habe ich mit zehn Personen gesprochen …

Protagonistinnen und Protagonisten der Lebenserfahrung

Ilse G., meine Schwiegermutter und Testperson für dieses Buch, war zum Zeitpunkt unseres Gesprächs 88 Jahre alt. Vor kurzem hat sie ihren 90. Geburtstag gefeiert, und es war kein „Dinner for One“, sondern es kamen über 40 Personen – zur Hauptfeier. Danach gab es noch einige Nachfeiern in ihren verschiedenen Kreisen. In ihrer Geschichte wird deutlich, wie sehr es sich durch ihr Leben gezogen hat, aktiv auf andere zuzugehen und Freundschaften zu pflegen.

Hanna S. war 83 Jahre alt, als ich sie über ihr Leben befragte. Wie ihre Mutter dünnes Gewebegarn zusammendrehte, um daraus Unterwäsche für die Kinder zu stricken, hat mir die Knappheit der Kriegsjahre drastisch veranschaulicht. Zu ihrem Mann ist sie auf sehr ungewöhnlichem Wege gekommen und hat ihn, ähnlich wie Ilse ihren Mann, sehr früh wieder verloren. Starker Glaube, enger Familienzusammenhalt und pragmatische Annahme jeder Herausforderung haben hier eine große Rolle gespielt.

Im Zentrum des Gesprächs mit Christel B. stand ihre Flucht mit ihrer Mutter aus Hinterpommern über Parchim und Bergedorf bis Bremen. Auch sie war bei unserem Gespräch 83 Jahre alt. Ihre Lebensgeschichte klang wie eine Abenteuergeschichte. Sie hat es geschafft, neuen Situationen immer wieder mit Entdeckerlaune zu begegnen.

Egon W. ist mein einziger Wuppertaler Protagonist und war bei unserem Gespräch 80 Jahre alt. Seine Geradlinigkeit drückt sich in der Geschichte seines Berufslebens genauso aus wie in seinem Privatleben. In beiden Bereichen spielt sein Glaube eine starke Rolle – und die Fähigkeit, über die eigenen Schwächen lachen zu können.

Günter G., bei unserem Gespräch 81 Jahre alt, war in seinen Erzählungen ähnlich detailreich wie Christel. Auch er hat als gebürtiger Berliner zu Kriegszeiten verschiedene Stationen kennengelernt, hat in Westpreußen beobachtet, wie intelligenter Widerstand aussehen kann und hat mit starkem Willen, hartnäckigem Einsatz und guter Organisation fast alle seine Ziele erreicht.

Dela und Fritz H. waren das einzige Paar das ich interviewt habe. Sie waren 88 und 79 Jahre alt, und ich hätte viel verpasst, wenn ich nur einen Teil des Paares gehört hätte. Die altersmäßige Ausnahme hat sich gelohnt. Ihre Partnerschaft und ihr unerschütterlicher Humor haben ihre Lebensgeschichte und unser Gespräch bestimmt. Wenn ich Beispiele für besonders resiliente, widerstandsfähige Menschen nennen sollte, würden mir die beiden mit als erste einfallen.

Hanne R. war 80 Jahre alt, als wir uns zum Gespräch trafen. Sie hat behauptet, sie hätte in diesen 80 Jahren dauernd Glück gehabt und deshalb allen Grund, lebensfroh zu sein. In ihrer Geschichte wird besonders deutlich, wie sehr Glück eine Frage der Perspektive ist. Sie beschönigt keine Schwierigkeiten, begeistert sich aber so sehr für das Gute und Gelungene, dass es letztlich die Oberhand behält.

Marliese B., ebenfalls 80 Jahre bei unserem Gespräch, steht nicht gerne in der ersten Reihe. Sobald sie ihre erste Zurückhaltung abgelegt hatte, kamen ihre Vielseitigkeit, ihre Energie und ihr Humor zum Vorschein. Berufliche Karriere und Familienleben standen bei ihr nacheinander im Vordergrund. In beiden Bereichen hat sie auf ihre ganz eigene Art aus der zweiten Reihe gewirkt und Chancen ergriffen und übernimmt bis heute Aufgaben, die sie ausfüllen, ohne zu überfordern.

Marie D., meine letzte Gesprächspartnerin für dieses Buch, war bei meinem Besuch 85 Jahre alt und mähte noch selbst ihren Rasen. Stark geprägt haben sie die Jahre, die sie als junges Mädchen auf dem Bauernhof verbringen musste. Dagegen empfand sie die spätere Arbeit in der Weberei als Erholung. Wie Christel hat sie ihren Mann, ihre einzige Liebe, auf einem Volksfest kennengelernt, doch seine Rente konnten sie nicht mehr gemeinsam genießen. Mit Disziplin und Leidenschaft kümmert sie sich um das, was ihr Leben ausmacht – ihre Blumengestecke, ihren Garten, ihre Näharbeiten, ihre Kinder und Enkel.

Am Schluss des Buches habe ich mein Fazit gezogen zu Ähnlichkeiten und Besonderheiten meiner lebensfrohen Gesprächspartner. Lesen Sie ihre bereichernden Geschichten selbst* und ziehen Sie Ihr eigenes Fazit. Es ist auch direkt bei BOD bestellbar oder im örtlichen Buchhandel.

Es riecht nach Leben

Es riecht.
Nach Apfel, Birne und gekochten Bohnen.
Nach Blumen, frischem Heu, Parfum.
Nach Gülle, Silo, Schweinestall.
Nach Schweiß, nach Schnee, Kartoffelbrei.

Es riecht, ich rieche.
Die Atemluft trägt mir Gerüche zu.
Ich kann’s nicht ändern,
Nehme wahr, bewerte.
Faulig, eklig, übertrieben?
Welch ein Gestank!
Sanft und zart und blumig?
Ein Genuss, ein Duft!

Es riecht, ich riech’s.
Mal stinkt’s, mal duftet’s.
Ich genieß es.
Das ist Leben.